Hoppy Bunny A.B.A.


American Black Ale
12 fl. oz. (355 ml)
7,3 % vol.

Frohe Ostern ! Passenderweise habe ich noch ein Bierchen auf Lager gehabt, welches quasi danach schreit an diesem langen Oster-Wochenende getrunken zu werden. Es handelt sich um ein American Black Ale (ABA) der The Duck-Rabbit Brewery, welche schwerpunktmäßig dunkle Biere braut. Die Brauerei stammt aus der US-amerikanischen Stadt Farmville in North Carolina. Wiedermal geht der Dank an Lars, der mit diesen Genuss ermöglicht.
Auf dem Flaschentikett ist das Logo der Brauerei zu sehen, welches jegliche Fragen bezüglich des Brauereinamens klärt. Je nach Biersorte findet sich das Logo in leicht abgewandelter Form auf dem Etikett wieder. Im Falle des vor mir stehenden Hoppy Ale hat der Duck-Rabbit einen Kranz mit Hopfendolen auf dem Kopf. Das Bier wird mit acht verschiedenen Hopfensorten eingebraut. Die Sorten Chinook (USA) und Motueka (Neuseeland) sind überrepräsentativ vertreten.
Das Bierglas füllt sich mit einer Flüssigkeit, die von kräftiger Schwärze nur so strotzt. Das Bier ist opak, also lichtundurchlässig. Der Schaum ist schön cremig und von einer hellbraunen Farbe, wie bei einem guten Kaffee. Und auch der Geruch erinnert an einen solchen. Gute Röstaromen mit einer süßen Note.
Über den Antrunk muss man leider nicht viele Worte verlieren. Hier hält sich das Bier noch sehr schüchtern zurück. Dann folgt aber ein Brett an Aromen. Perfekt karbonisiert breitet sich im Mundraum ein Geschmack nach dunkler Schokolade, Kaffee und Malz aus. Diese süße ebbt nach und nach immer mehr ab, und Röstaromen übernehmen die Rolle. Im Abgang bleiben dann nur noch diese übrig, versehen mit einer ausgewogenen Bitterkeit. Schöner Gemacksverlauf eines Bieres, dass zwar Startschwierigkeiten im Geschmack hat, aber durch sein Aussehen, Geruch und vorallem dem restlichen Geschmack überzeugen kann. Man schmeckt das hier Experten für dunkles Bier am Werk waren.

Jam Session

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Pale Ale
12 fl. oz. (ca. 350 ml)
5,1 % vol.

Heute steht ein Bier einer Brauerei vor mir, dich mich bei meiner ersten Begegnung vollkommen überzeugt hat, die NoDa Brewing Company. Ich denke gerne an das Hop, Drop ’n Roll (IPA) zurück. Diesmal steht nun also der kleine Bruder vor, ein Pale Ale.
Das Dosendesign gefällt mir wieder ähnlich gut. Auf einer hellgelben Büchse befindet sich ein Frauenkopf der uns Sommergefühle entgegen strahlt. Mit lässiger Sonnenbrille und großen Kopfhörern wird klar, dass das Covergirl den Moment genießt. Ähnliches erwarte ich nun auch bei meiner Momentaufnahme.
Das Glas füllt sich mit einer klaren, hellgelben Flüssigkeit. Im Gegenlicht schimmern deutlich Orangetöne durch. Nicht besonders spektakulär aber dennoch sehenswert. Darauf bildet sich eine feine Schaumkrone die nach und nach zusammenbricht und einen dünnen Schaumfilm auf dem Bier übrig lässt.
Der Einstieg in das Bier ist sehr locker. Ein milder und feinperliger Antrunk fordern von den Geschmacksknospen noch keine Schwerstarbeit. Der Körper überrascht mich dann ein wenig. Deutlich kräftiger als erwartet setzt das Malz deutlich Zeichen. Hinzu mischt sich eine leicht nussige Note und erste Anflüge von Hopfenbitterkeit. Der Abgang ist dann deutlich von Hopfen geprägt. Auf der Brauereiseite wird das Bier mit lockeren 31 Bittereinheiten gelistet. Meiner Meinung nach ist dies untertrieben. Der Hopfen (Centennial, Simcoe und Citra) weißt zwar durchaus fruchtige Nebenaromen auf, doch dominiert hier deutlich ein trockenes Aroma, dass dem Bier im Zusammenhang mit den doch recht kräftigen Körper etwas an Süffigkeit nimmt.
Insgesamt aber ohne Zweifel ein gutes Bier, dass man sehr passend als Feierabendbier auf dem sonnigen Balkon oder anderen schönen Plätzen im Freien genießen kann. Es lässt jeden stressigen Tag locker ausklingen.

Hop, Drop ’n Roll

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IPA
0,5 L
7,2 % vol.

Der Goldmedaillengewinner in der Kategorie American-Style IPA des World Beer Cups 2014 steht heute vor mir. Dieses IPA wird von der NoDa Brewing Company aus den USA gebraut und war deren erstes Bier. Zur Abwechslung heute mal ein gutes, altes Dosenbier. Allein das gefällt mir schon. Auf einer hellgelben Dose mit Grünstich prangt in großen Lettern der Name des Bieres im oberen Teil. Im unteren ist das Profil einer alten Cadillac Front zu sehen. Diese soll wahrscheinlich den Namen des Bieres darin unterstützen uns ein gewisses Rock ’n Roll Feeling zu vermitteln.
Fünf Hopfensorten (Citra, Amarillo, Centennial, Warrior und Chinook) sowie eine Mischung aus englischen und amerikanischen Malzen unter Zugabe von Wiener- und Weizenmalz lassen vermuten mit welcher Liebe zum Detail und Kreativität dieses Bier entstanden ist. Doch man kann viel auf sein Etikett drauf schreiben, es kommt darauf an alles in Einklang zu bringen. Also ran an die Fakten.
Allein die Farbe weiß schon vollends zu Überzeugen. Eine richtig geniale, naturtrübe Bernsteinfarbe füllt das Glas nach und nach. Klasse Zusammenspiel der eingesetzten Malze! Eine fluffige aber beständige Schaumkrone rundet das Gesamtbild wunderbar ab. Ich bin begeistert! Und die gute Laune geht beim Geruch weiter. Hier leistet der Citra Hopfen gute Arbeit und verleiht diesem Bier eine hopfig, limonige und leicht grasige Note. Beim Sonne genießen auf dem Balkon, wenn einem die Bienen um den Kopf summen, ein nahezu perfektes Aromenspiel.
Wie es sich für ein IPA gehört, spart auch dieses nicht an Bitterkeit. Die Geschmacksknospen bekommen sofort die volle Breitseite zu spüren sobald das Bier den Mundraum erreicht. Die guten 81 Bittereinheiten verstecken sich nicht. Im Mittelteil macht die Hopfenbitterkeit dann Platz für deren Aromen. Zahlreiche Zitrusfruchtaromen paaren sich mit dem Malz und einer gewissen schärfe des Alkohols. Letzteres bringt uns aber auch ins Gedächtnis zurück: Achtung ich bin stärker als meine Pilsfreunde! Der Abgang ist trocken und herb mit dezenter Süße, ähnlicher einer Grapefruit. So bleibt der Geschmack im Mund erhalten und man darf noch lange in Gedanken schwelgen an dieses Bier. Tausend Dank an Mimi für dieses klasse Bier. Ich nehme beim nächsten Mal gerne mehr!

NoDa Brewing Company

Diese junge, amerikanische Brauerei aus der Stadt Charlotte in North Carolina eröffnete erst im Oktober 2011. Doch bereits heute hat sie sich einen Namen gemacht und weiß mit einem ordentlichen Portfolio an unterschiedlichsten Bierstilen zu überzeugen. Die Brauerei ist benannt nach einem Künstlerviertel in Charlotte, der North Davidson Street, wo die Brauerei auch ihren Sitz hat.

Die Wurzeln der Brauer liegen in der Homebrewing Szene. In ihren privaten Räumen brauten die Männer so manchen Sud zusammen, der auf Homebrewing Wettbewerben Preise abräumte. Dieser Erfolg blieb natürlich nicht unbeachtet, sodass die Nachfrage immer weiter stieg. Schließlich entschloss man sich dann dazu die Kreationen auch der allgemeinen Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Der Ansatz, Kleinserien mit viel Leidenschaft zu brauen, ist aber geblieben. Ein Beispiel dafür sind die sogenannten NoDables. Jeden Dienstag wird eine kleine Menge eines neuen Suds präsentiert, der zum ersten Mal gebraut wurde und nur im Schankraum der Brauerei ausgeschenkt wird. Dabei handelt es sich jeden Dienstag um ein komplett neues Bier, das laut Aussage der Brauerei zuvor bisher nicht gebraut wurde. Für all diejenigen die nicht vor Ort sein können, gibt es einen eigenen YouTube Kanal auf dem die entsprechenden Biere dann vorgestellt werden. Am Ende des Jahres kann man dann darüber abstimmen, welches Bier einem am meisten überzeugt hat und die Brauerei braut es nochmal in größerer Menge. Eine Klasse Idee, die zeigt wie kreativ die Brauer vor Ort sind und mit welchen Tatendrang sie zu Werke gehen. Hier kann man wohl eindeutig von Spaß bei der Arbeit sprechen. Und der Wunsch der Brauerei ist es, dass die Biere genauso vom Kunden genossen werden, wie es auch die Brauer genossen haben, diese zu brauen. Da kann man ja als Bierliebhaber nur Vorfreude haben!

Biere der Brauerei (zumindest solche die dauerhaft gebraut werden):
Jam Session, Woody & Wilcox, Hop Drop ‘n Roll, Coco Loco, Cavu

Saisonale Biere:
NoDajito, Ghost Hop, NoDaRyeZ’d, Gordgeous, Cold Crash, Santa Baby, Midnight Madness

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