Red Devil IPA

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India Pale Ale
0,33 L
7,0 %

Auf dem Tisch steht heute ein teuflisches Bier aus dem Hause Hop’s Brewing. Es handelt sich um das Red Devil IPA, benannt nach dem 1. FC Kaiserslautern, den roten Teufeln vom Betzenberg. Dementsprechend ein Bier mit lokalem Bezug zur Herkunft. Es wird mit vier Malz- (Pilsner, Cara-Red, Cara-Dunkel, Wiener) und fünf Hopfensorten (Zeus, Centennial, Simcoe, Cascade, Citra) gebraut. Mit 60 Bittereinheiten wird es wohl ein leichterer Vertreter der IPA-Familie sein.
Beim Etikettendesign hält sich die Brauerei strikt an ihr Muster. Wie beim Franzmann’s No. 1 befindet sich das Bier in einer bauchigen Longneck-Flasche mit einem schwarz grauen Etikett. Auf diesem ist in weiß das Brauereilogo und auf einer roten Banderole der Name des Bieres zu sehen. Fast wie ein Wasserzeichen sind im Hintergrund die überdimensionalen Konturen des Löwen aus dem Brauereilogo wiederzufinden. Sehr minimalistisches, aber sehr schön designtes Etikett, das mir ausgesprochen gut gefällt!
Beim Einschenken ins Glas fällt die extrem starke Schaumbildung auf. Obwohl ich das Bier sehr behutsam einschenke, will sich die Entwicklung der Schaumkrone gar nicht eindämmen lassen. So steht am Ende mehr Schaum als Bier im Glas. Und der möchte auch nicht wirklich verschwinden. Passend dazu gibt es eine leichte Perlung im Inneren des Bieres. Das Bier ist leicht trüb und hat eine bernsteinfarbende Färbung. Hier habe ich mir von Namen her mehr rote Töne erhofft. Schade. Der Geruch ist nicht sonderlich komplex, aber intensiv würzig-malzig.
Der Antrunk schließt sich dem Geruch an. Das Malz und die würzigen Noten bestimmen den Geschmack. Im Mittelteil geht dieser Geschmack verloren und das Bier wird etwas dünn und süßlich. Dies hat zur Folge, dass das Bier sehr süffig wirkt. Im Abgang wird die Süße dann durch herbe Komponenten ersetzt, die leicht trocken noch einige Zeit im Mundraum verweilen.
Insgesamt ein leckeres und süffiges IPA mit einem vielleicht etwas zu dünnem Körper und herben, würzigen Akzenten, die für meinen Geschmack gerne noch etwas ausgeprägter hätten sein dürften. Am Farbspiel ist im Bezug auf den Namen auch noch zu arbeiten. Dennoch trinke ich dieses Bier gerne erneut, und dann auch gerne zwei, drei am Abend.

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Franzmann’s No. 1

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Lager
0,33 L
5,7 % vol.
Heute steht ein Bier vor mir, dass das erste der sehr jungen Brauerei Hop’s Brewing war und aktuell ausverkauft ist. Es handelt sich um das Franzmann’s No. 1, ein helles Lager, dass ich im Herbst auf der Finest Spirits & Beer ergattert habe. Nun ist es endlich soweit und es wird verköstigt. Ich bin sehr gespannt auf das Zusammenspiel der drei Malze (Pilsner, Cara, Münchner) und der vier Hopfensorten (Perle, Saphir, Simcoe, Cascade). Das Bier hat der Braumeister Holger Schmidt entworfen . Er ist quasi auch der Namensgeber des Bieres, da er als kleiner Junge in seinem Heimatdorf nur als Franzmanns Klaus seiner bekannt war. Und so trägt das Bier heute den Namen seiner Urgroßeltern.
Das braune Glas der bauchigen Longneck-Flasche ist mit einem schwarz-grauen Etikett beklebt. Auf diesem ist in weiß das Brauereilogo und auf einer gelben Banderole der Name des Bieres zu sehen. Fast wie ein Wasserzeichen sind im Hintergrund die überdimensionalen Konturen des Löwen aus dem Brauereilogos wiederzufinden. Sehr minimalistisches aber sehr schön designtes Etikett, dass mir ausgesprochen gut gefällt!
Im Glas findet sich eine herrlich strahlende Bernsteinfarbe wieder, die eine leichte Trübung vorweist und mit cremigem Schaum gekrönt ist. Letzterer hinterlässt nach einer gewissen Zeit einen dünnen Teppich auf dem Bier. Das Bier riecht zunächst nach frischem Heu und Wildwiese, später angenehm malzig. Absoluter Wahnsinn ist die Intensität! Der Duft füllt quasi den ganzen Raum. Ich bin schwer beeindruckt.
Der Antrunk spiegelt die Blumenwiese wieder, sehr erfrischend und blumig. Im Mittelteil entfaltet das Bier dann sein volles Aroma. Ich schmecke süßen Apfel und Pflaume heraus, sowie dezente Zitrusnoten. Der Abgang ist bestimmt von einer Bitterkeit, die sich langsam aufbaut und dem Gaumen entgegen wächst. Der Geschmack bleibt leicht am Gaumen kleben, aber nicht so penetrant, dass es störend wäre. Dazu ist das Bier sehr süffig, da es optimal mit Kohlensäure versehen ist.
Insgesamt eins der besten Lager das ich bisher trinken durfte und ich ärgere mich schon jetzt, dass ich so schnell nicht an neues kommen werde. Vielleicht nicht das klassischste Lager, dass eventuell sogar den ein oder anderen etwas irritiert. Meine Wenigkeit ist auf jeden Fall begeistert und ich kann das nächste Franzmann schon kaum noch abwarten.