Greene King Brewery

Die englische Brauereigruppe wurde ursprünglich von Benjamin Greene 1799 in Bury St Edmunds im County Sufflok gegründet. Mittlerweile ist die Brauerei zu einer Brauereigrupe herangewachsen, welche zudem an der Börse gelistet wird. In den 1950er Jahren wurde die bekannteste Marke der Gruppe eingeführt, das Abbot Ale. Durch die zahlreichen Übernahmen anderer Brauereien, wie beispielsweise die der Belhaven Brewery, ließen das Unternehmen zur größten Brauereigruppe in Britischer Hand heranwachsen. Die erwähnte Belhaven Brewery aus Schottland ist auch die einzige von den übernommenen, die aktuell noch aktiv ist. Diese Übernahmepolitik wurde öffentlich von der CAMRA (Campaign for Real Ale), die sich für den Erhalt der britischen Bierkultur einsetzt, kritisiert.
Zur Brauereigruppe gehören neben zahlreichen Pubs und Hotels auch noch eine Fischrestaurant-Kette. In der 2. Rugby-Liga ist man zudem Hauptsponsor

Biere der Brauerei:
Greene King IPA (Gold, Reserve, East Coast), Old Hen (Speckled, Golden, Crafty, Hoppy), Abbot Ale, Londons Glory
sowie alle der Belhaven-Brauerei und zahlreiche weitere

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Magic Rock Brewing

Der Braumeister Stuart Ross schloss sich Mitte 2011 mit den Brüdern Richard und Jonny Burhouse zusammen und gründete die heute in Birky, einem Stadtteil von Huddersfield in Großbritannien, ansäßige Magic Rock Brewing. Trotz eines enorm großen Erfolges verkaufte Jonny bereits nach eine halben Jahr seine Anteile an seinen Bruder. Der Erfolg ging nahtlos weiter, sodass die User der unabhängige Website Rate Beer die Brauerei 2012 zur zweitbesten neuen Brauerei in der Welt wählten. So musste die Brauerei auf Grund der stärken Nachfrage bereits nach einem Jahr neue Anlagen kaufen, um die Kapazität zu steigern. Im Jahr 2015 folgte dann der Umzug an den jetzigen Standort in Birky, der auf Grund der kurzen Entfernung zum Stadtzentrum, eine Verbesserung darstellte. Seitdem konnte die Brauerei weiter expandieren und stellt heute mit etwa 30 Mitarbeitern rund 15.000 hl Bier im Jahr her.

Biere der Brauerei:
Inhaler, Hat-Trick, Ringmaster, Salty Kiss, Rapture, High Wire, High Wire Grapefruit, Dark Arts, Cannonball
sowie zahlreiche weitere limitierte und partnerschaftliche Sude

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Gweilo Beer

Bei dieser Brauerei handelt es sich um eine noch recht junge Brauerei aus Hongkong. Sie wurd im Juli 2014 von den zwei britischen Freunden Emily und Joe, die in Hongkong leben, gegründet. Emily hatte mit ihrem Mann in England immer Bier gebraut und war nicht zufrieden mit der örtlichen Auswahl in Hongkong. Sie lernte Joe kennen, der eine Vorliebe für neue Biere hat, und beschloss mit im eine eigene Brauerei zu Gründen. Elf Monate später konnte man das erste eigene Bier vorweisen. Hierzu hatte man vorab ca. 150 unterschiedliche Biere und deren Hopfen und Malze studiert. Mit diesem Wissen wurde dann die eigene Vorstellung des perfekten Biers umgesetzt. Seit September 2015 exportiert die Brauerei ihr Bier auch nach Macau und ins grenznahe China. Der Ausbau in weitere Gebiete ist geplant.
Zum Namen: Gweilo ist im ursprünglichen Sinn eine kantonesische Bezeichnung für Kaukasier. Wörtlich übersetzt heißt es so viel wie Geistermensch, wobei mit dem geisterhaften hier eher die Farbe Weiß gemeint ist. Dieser Begriff entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts als die Europäer Teile von Chinas kolonalisierten. Der Begriff ist durchaus negativ belegt und je nach sprachlicher Variation sogar mit einem rassistischen Unterton versehen. Die Brauerei hat diesen Namen bewusst gewählt und möchte das negative Image des historisch gewachsenen Begriffs ins positive umwandeln. Man soll in Hongkong mit dem Begriff nicht mehr abfällige Gedanken zu westlichen Menschen verbinden, sondern gutes Bier.

Biere der Brauerei:
Pale Ale, IPA, Wit

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Boon Rawd Brewery (บริษัท บุญรอดบริวเวอรี่ จำกัด)

Viele kennen das weltweit bekannte Bier Singha, das bis vor ein paar Jahren die größte Biermarke Thailands war, die wenigsten jedoch die Brauerei die dahinter steckt. Es handelt sich um die älteste Brauerei Thailands, der Boon Rawd Brewery. Sie wurde 1933 von Boonrawd Srethabut als erste thailändische Brauerei eröffnet. Auf dem asiatischen Markt seit jeher ein erfolgreicher und fester Bestandteil, kaufte die Brauerei 1994 zwei Brauereien in Ostdeutschland, um auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Dort wurde Singha Bier produziert und vertrieben, und in ganz Europa verkauft. Umgekehrt wurde versucht das deutsche Bier auf dem asiatischen Markt zu etablieren, was aber nicht erfolgreich war. Heutzutage wird Singha Bier wieder komplett in Thailand produziert, um gleiche Produktqualität sicherzustellen.

Biere der Brauerei:
Singha Light, Singha Lager Draft, Leo Beer, Thai Beer

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SweetWater Brewing Company

„Don’t Float the Mainstream“

Aus Atlanta im US- Bundesstaat Georgia stammt die 1997 gegründete SweetWater Brewing Company. Die Brauerei ist benannt nach einem Nebenfluss des Chattahoochee River, dem Sweetwater Creek, der durch das Nachturschutzgebiet Sweetwater Creek State Park fließt. Dieses befindet sich nur einige Kilometer vom Brauereistandort entfernt.
Mittlerweile ist die Brauerei zu einer der großen des Landes herangewachsen und hat den Charme von einer Craft Beer Brauerei, so wie wir Deutschen Sie uns vorstellen, verloren. Die Brauerei verfügt über eigene Büro- und Veranstaltungsräume, eine Abfüll- und Verpackungsanlage, und ein Tanklager mit einer Kapazität von bis 600.000 hl. Auf Basis des Umsatzvolumens lag die Brauerei bereits im Jahr 2013 auf Platz 26 der Top 50 US-Brauereien.
Die Brauerei hat einige Maßnahmen eingeführt, um die „Brauereiabfälle“ wiederzuverwerten. So werden die Reste der benutzen Hefe und des Weizen an die lokalen Bauern weitergereicht damit diese ihr Vieh füttern oder ihre Felder düngen können. Zudem werden über Wasserrückgewinnungsmaßnahmen mehrere Millionen Liter Wasser jährlich in den Brauprozess zurückgeführt. Keine übliche Vergehensweise für ein Unternehmen aus den Staaten.

Biere der Brauerei:
420 Extra Pale Ale, Blue, IPA, Georgia Brown, Hash Session IPA, Hash Brown, Squeeze Box

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Holy City Brewing

Die im Juli 2011 eröffnete Brauerei aus Charleston in South Carolina war in ihren Anfängen ein privates Experiment. In einer selbstgebauten Anlage aus zusammengeschweißten Fahrradteilen wurden in der heimischen Garage die ersten Sude aufgesetzt. Diese damalige Pilotanlage wurde nach und nach verbessert und erweitert. Sie ist nun das Herz der Brauerei und Geburtsstätte von mittlerweile mehr als einem Dutzend Rezepten. Man ergriff damals die Initative als sich Charleston an der Schwelle zu einem amerikanischen Hotspot für Craft Biere befand. Die Brauereien Palmetto und Coast Brewing waren bereits auf dem Markt aktiv, und Westbrook Brewing war der Neuling. Zwischen diesen neuen Brauereien schien noch eine Lücke für eine weitere Brauerei zu sein, und wie man heute weiß, war sie das.
Weitere Informationen zur Brauerei erhält man auf der meiner Meinung nach gelungenen Internetpräsenz. Hier gibt es sogar zwei Live-Schaltungen in die Brauerei, sodass man sich jederzeit davon überzeugen kann, dass dort auch gearbeitet wird.

Biere der Brauerei:
Pluff Mud Porter, Holy City Pilsner, Washout Wheat, Overly Friendly IPA, Slanted Porch Pale Ale, Chucktown Follicle Brown, Yeast Wrangler
sowie zahlreiche saisonale und gesonderte Biere.

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Weisses Bräuhaus G. Schneider & Sohn GmbH

Die vor allem für die Schneider Weisse bekannte Brauerei wurde im Jahr 1872 gegründet. Der Firmensitz befindet sich in München, die Brauerei selbst in Kehlheim (zwischen Ingolstadt und Regensburg). Nach der Zerstörung der alten Brauerei im Krieg entschloss man sich dafür die Brauerei außerhalb der Stadt wieder zu errichten. Zudem besitzt die Brauerei ein eigenes Logistikzentrum, das sich in Saal an der Donau, einer Gemeinde von Kehlheim, befindet. Die Brauerei ist spezialisiert auf Weißbier und das bereits seit jeher. Denn Gründer Georg Schneider I. war der erste Bürgerliche der vom König Ludwig II. das Recht erhielt Weißbier brauen zu dürfen. Mit seinem Sohn Georg Schneider II. baute er über ein Jahr eine alte Brauerei um und gründete 1872 die Firma G. Schneider & Sohn. Seitdem führt die männliche Linie der Familie das Unternehmen bis heute fort. Die Ausnahme bildet hier Mathilde Schneider, die nach dem frühen Tod ihres Mannes Georg Schneider III., die Brauerei 1905 für kurze Zeit übernahm, da ihr gemeinsamer Sohn erst sechs Jahre alt war.
Die Brauerei ist ein Gründungsmitglied der Initative Die Freien Brauer. Neben Bier brennt die Brauerei außerdem aus ihrem Aventinus Weizen-Eisbock den Weizenbierbrand Aventinus Edelbrand mit satten 42 %.

Biere der Brauerei:
TAP 1 Mein Blondes, TAP 2 Mein Kristall, TAP 3 Mein Alkoholfreies, TAP 4 Mein Grünes, TAP 5 Meine Hopfenweisse, TAP 6 Unser Aventinus, TAP 7 Unser Original, TAP 11 Mein Leichtes, TAP X (Braukreationen), Aventinus Weizen-Eisbock

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Hop’s Brewing

Diese kleine und noch sehr junge Brauerei habe ich auf der Finest Spirits & Beer 2015 kennengelernt. An einem unscheinbaren Stand standen die beiden leidenschaftlichen Brauer Holger Schmidt und sein Sohn Oliver. Der dritte im Bunde, Ernst Freitag fehlte leider, die Herren Schmidt konnten ihre Leidenschaft jedoch auch zu zwei sehr gut vermitteln. Die Biere werden nicht mit den Ziel gebraut, dass sie den Massengeschmack treffen sollen, sondern es geht viel darum individuellen und durchdachten Geschmack in das Glas zu bringen. Das Bier soll „nicht nur getrunken, sondern vor allem genossen werden“. Ein Vorsatz der jedem Bierliebhaber das Herz aufgehen lässt.
Die ersten Sude wurden erst im April 2015 eingebraut und bei der Finest Spirits and Beer war die Brauerei mit vier verschiedenen Bieren am Start, aktuell gibt es deren sieben. Die Biere können aktuell nur auf Messen, im Online Shop und in ausgewählten Gastronomiebetrieben erworben werden. Der Name der Brauerei ist inspiriert vom Heimatort der Familie Schmidt, Hoppstädten-Weiersbach in Rheinland-Pfalz, und dem geschmacksprägenden Hopfen.

Biere der Brauerei:
Franzmann’s No. 1, Red Devil IPA, Insane Ale, Hefe Hell, Pilsken, Black Magic, Kiwi Ale

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Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG

Eine der bekanntesten Bio-Brauerein aus Deutschland stammt aus Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern) und hat ein unschuldiges Lamm als Logo. Dieses stammt aus dem Jahre 1628, als erstmals die Gaststätte Zum goldenen Lamm urkundlich erwähnt wurde. Dies war das Geburtsjahr der heutigen Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG. Im Jahre 1800 übernahm dann die heutige Besitzerfamilie Ehrnsperger die Brauerei. Diese führt die Brauerei heute in sechster Generation. 1845 wurde dann der eigentliche Vorgänger der heutigen Brauerei errichtet und auf den Namen Neumarkter Lammsbräu getauft. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde leider die Gründungsgaststätte Zum goldenen Lamm komplett zerstört.
Ab Mitte der 1970er Jahre startete die Brauerei dann ihren umweltbewussten Weg. Die Einführung von Mehrwegflaschen und der Einsatz von erneuerbarer Energie sind hier nur zwei Beispiele. Etwa zehn Jahre später kam dann auch das erste Bio-Bier der Brauerei auf den Markt. Und weitere zehn Jahre später, im Jahr 1995, wurde das komplette Sortiment auf Bioprodukte umgestellt. Das Ökobewusstsein ging sogar soweit, dass im Jahr 1996 die betriebseigene Tankstelle auf Pflanzenöl umgestellt wurde. All diese Maßnahmen und noch viele weitere führten dazu, dass die Brauerei im Jahr 2001 als erste Brauerei überhaupt mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet wurde. Neben dem Umweltbewusstsein ist die Brauerei zudem noch bekannt für ihr Nachhaltigkeitsmanagement, für das sie schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Seit 2002 verleiht die Brauerei sogar eine eigene Auszeichnung, die an Personen oder Unternehmen geht, die ökologische und soziale Verbesserungen vorangetrieben haben. Diese Auszeichnung ist der Brauerei 10.000 € Preisgeld wert.
Als eine der wenigen Brauereien verfügt Neumarkter Lammsbräu über eine eigene Mälzerei und kann so eigene Malze herstellen und direkten Einfluss auf den Geschmack der Biere nehmen. Neben Bier stellt die Brauerei auch noch Bio-Erfrischungsgetränke und Bio-Mineralwasser her.

Biere der Brauerei:
Festbier, Kellerbier, Dunkel, Schankbier, Radler, Blond, Dunkle Weiße, Dinkel, Leichte Weiße, Weiße, Pilsner, Edelpils Zzzisch, EdelHell, Urstoff, Glutenfrei, alkoholfreie Varianten und zusätzlich die Reihe 1628, die besondere und limitierte Spezialbiere hervorbringt

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Brauprojekt 777

Arne, Christian, Thorsten und Tim aus Voerde am Niederrhein teilen die selbe Leidenschaft: Bierbrauen. Aus anfänglichen Hobbyversuchen wurden nach und nach immer bessere Biere, die auch bei den Freunden und Bekannten gut ankamen. So lag es nahe, dass sich die vier Jungs zusammentaten und in vier Jahren eine eigene kleine Mikro-Brauerei im Voerder Stadtteil Spellen aufgebaut haben und sie im Jahr 2012 auf den Namen Brauprojekt 777 tauften. Die Zahl im Namen stammt von der ersten urkundlichen Erwähnung Spellens im Jahr 777 nach Christus und soll das Traditionsbewusstsein der Brauerei widerspiegeln. Denn hier wird noch in reiner Handarbeit gebraut. In Kooperation mit dem einzigen Hopfenbauer vom Niederrhein, Ben Perdighe aus Eppinghoven (Dinslaken), entstehen so Bierspezialitäten jenseits der Brau-Industrie.
Begonnen haben die Brauer mit einem Bier, das extra für den Mofa-Klub Die Kobra gebraut wurde, das Pilsss. Dies kam so gut an, dass diese Bierkreation bis heute im Portfolio geblieben und zum Stammbier des Mofa-Klubs geworden ist. Einmal im Monat öffnet die kleine Brauerei ihre Pforten für das breite Publikum zum Werksverkauf. Dann kann man die Biere der Brauerei verköstigen und sich auch welches für zu Hause mitnehmen. Mittlerweile bekommt man die Bierspezialitäten auch in ausgesuchten Getränkemärkten und Gaststätten im Umfeld des Brauprojekts. Neben den permanent erhältlichen Sorten, werden auch je nach Saison immer wieder besondere Spezialitäten gebraut. Die Spellener Käserei vom Tinthof benutzt das IPA der Brauerei sogar als Zutat für einen ihrer Käsespezialität IPA Käse, der mit dem Bier gelagert und eingerieben wird. Insgesamt eine Brauerei, die ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde.

Biere der Brauerei:
Pilsss, Weizen, Alt, Single Hop, Sommerbier, Red Ale, IPA – Triple Seven, IPA – Harvest Thirteen

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