Goldstar Unfiltered


Zwickel / Kellerbier
330 ml
4,9 % vol.

Heute geht es geographisch in den Nahen Osten, nach Israel. Ich habe ein weiteres Bier der Tempo Beer Industries in meinem Glas. Diesmal handelt es sich laut Etikett um die ungefilterte Variante des Goldstar Lager, in unseren Landen als Kellerbier bzw. Zwickl bekannt. Wie schon bei meiner ersten Erfahrung mit israelischem Bier geht auch hier der Dank an Melli!
Das Etikettendesign ist nur unwesentlich anders als das des klassischen Lagers. Lediglich das prägnante Rot fehlt. Zudem sieht es von weitem so aus als sei die Flasche bedruckt, aber bei genauerer Betrachtung sieht man das es sich um ein klassisches Etikett handelt.
Im Glas steht ein recht lichtdurchlässiges, hellbraunes Bier mit kleiner grobporiger Schaumkrone von kurzer Beständigkeit. Das es sich bei diesem Bier laut Namen um ein ungefiltertes handeln soll, ist nicht zu sehen. Es handelt sich schlichtweg einfach um eine dunkle Variante des bereits erwähnten Lagers. Im Geruch ist es leicht süßlich, gepaart mit malzigen Noten. Nicht weiter aufregend.
Der Antrunk ist relativ dünn und wird dominiert von feinporigen Kohlensäurebläschen. Ein zu erwartender malziger Körper folgt diesem sehr leichten Einstieg. Jedoch auch hier hält sich das Bier im Bezug auf die Aromen noch sehr zurück. Lediglich minimale Röstaromen kämpfen sich durch die Langweile. Wirklich überzeugen kann es aber auch hier noch nicht. Doch dass das Beste bekanntlich zum Schluss kommt, bestätigt der Abgang. Hier setzen sich endlich Aromen in den Gaumen die Freude bereiten. Man schmeckt eine gute Portion süßes Malz. Dieser Geschmack entwickelt sich nach und nach immer mehr in Süße von dunklen Früchten wie Pflaume oder Maulbeeren. Dezent aber durchaus erwähnenswert. Insgesamt hat mir dieses Bier besser Geschmeckt als die helle Variante, da es einfach, wenn auch erst hinten raus, etwas facettenreicher ist. Dennoch, der Name entspricht einfach nicht dem was man bekommt.

X Steam Beer

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California Common
0,33 L
4,9 % vol.

Vor zwei Wochen ging es für mich Richtung Bayern, genauer gesagt an den Ammersee. Dieses Ziel kann ich als Urlaubsort nur weiterempfehlen. Das Panorama aus dem klaren Wasser des Ammersees mit den Alpen im Hintergrund lädt zum Entspannen ein. Und wenn man schon mal dort unten ist, dann liegt ein Ausflug nach München nahe. Dort habe ich dann auch mein heutiges Bier erworben. Da das Wetter leider an diesem Tage nicht besonders gut war, haben wir uns entschlossen in das Jüdische Museum zu gehen, passenderweise mit der Sonderausstellung Bier ist der Wein dieses Landes. Dort erfährt man alles rund um israelisches Bier damals und heute, sowie jüdische Brauer in München.20160619_175231 20160619_175201
Zum Anlass dieser Ausstellung ist die Kollaboration zwischen der Herzl Brewery aus Jerusalem und CREW Republic aus München entstanden. 20160619_175320Es handelt sich dabei um ein Dampfbier (Steam beer / California Common), das der Experimental Line von Crew Republic untergeordnet wurde. Dies ist eindeutig am Etikett zu erkennen, das das typisch schwarze X auf weißem Grund zeigt. Auf dem Flaschenhalsetikett findet sich sowohl das Logo der Herzl Brauerei wieder als auch das bekannte Taste-o-meter. Gebraut wird das Bier mit den Hopfensorten Herkules, Tradition und Golding und sollte mit seinen 35 Bittereinheiten leicht daherkommen. Na, dann ran an den Völkerverständigungs-Sud.
Das Bier hat eine sehr schöne und kräftig orange Farbe mit einer feinporigen Schaumkrone, die gut einen fingerbreit das Bier krönt. Vor allem im Gegenlicht ein wunderbares Farbspiel. Die Hopfensorten halten sich im Geruch merklich zurück und überlassen den Platz einem leicht brotig-würzigen Geruch, der aber nicht weiter erwähnenswert ist. Ganz im Gegenteil zum Antrunk. Hier packen alle Zutaten ihre Fruchtigkeit zusammen und lassen einen kurz das aktuell schlechte Wetter vergessen. Durch die Intensität schwappt diese bis in den Körper über, wobei ab hier frische Zitrusaromen das Ruder übernehmen. Im Abgang klopft die Hopfenbitterkeit an die Tür, öffnet diese einen Spalt und dreht dann allerdings wieder ab.
Ein Bier mit einer schönen Hintergrundgeschichte und einer Zusammenarbeit, die es so wohl noch nicht gab. Das Ergebnis ist ein gutes Bier mit überraschender Fruchtigkeit und klasse Optik. Wenn es euch also demnächst mal nach München verschlägt, schaut im Jüdischen Museum vorbei und besorgt euch eine Flasche. Die Ausstellung dauert noch bis zum 08. Januar 2017.

Goldstar (גולדסטאר)

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Dark Lager
0,33 L
4,9 % vol.

Heute steht ein Bier aus dem Nahen Osten vor mir. Es stammt von Israels größter Braueierei, Tempo Beer Industries. Es wird seit über 60 Jahren von der Brauerei gebraut und ist in der Heimat im wahrsten Sinne in aller Munde. Nochmal vielen Dank an Melli, die mir diesen Exoten aus ihrem Urlaub mitgebracht hat.
Das Bier kommt in einer kleinen Braunglasflasche mit gold-rotem Etikett daher. Das Logo des Biers ist passenderweise ein goldener Stern. Auf dem Etikett steht der Biername sowohl mit hebräischen, als auch lateinischen Buchstaben. Auf dem Rückseitenetikett findet sich dann nur noch hebräisch wieder.
Im Glas steht das Bier in einer Farbe, die an verdünnte Cola erinnert. Eine braun bis bronzefarbende, klare Flüssigkeit, die gerne etwas kräftiger in der Farbgebung hätte sein können. So wirkt das Bier nicht als solches. Die Schaumkrone fällt sofort in sich zusammen und verschwindet komplett. Der Geruch ist sehr dezent und hat leichte Malznoten.
Das Bier schmeckt dann aber doch besser als erwartet. Ist der Antrunk noch leicht wässrig, weiß der Körper mit einer schönen Malzigkeit zu gefallen. Zudem ist das Bier perfekt karbonisiert und dadurch sehr gut trinkbar. Im Abgang sorgen leichte Anflüge von Malzsüße für ein zufriedenstellendes Bier. Falls es euch mal nach Israel verschlägt, dann gönnt euch ein paar Goldstar.