Double Hop Monster


IPA
330 ml
7,2 % vol.

Heute steht ein wahres Monster vor mir, ein Hopfenmonster. So sagt es uns zumindest das Etikett. Es handelt sich dabei um ein IPA des englischen Brauereikonzerns Greene King. Ob mich dieses Bier tatsächlich das Fürchten lehrt, werde ich gleich am eigenen Leib erfahren. Vorab ist aber zu sagen, dass ich das Etikett sehr gelungen finde! Ein zweiköpfiger Drache, der sich gegen anfliegende Pfeile zu wehren versucht, ziert das Etikett. Akzente werden durch die Flügel des Drachen und der Pfeilenden gesetzt, die golden eingefärbt sind. Dazu alles mit Liebe zum Detail gezeichnet, super!
Kommen wir nun zum Inhalt. Beim Einschenken entsteht leichte Schaumbildung, nicht sonderlich ausgeprägt, dafür aber feinporig und langlebig. Das Bier hat eine klare, gold-gelbe Farbe und verströmt einen sehr ansprechenden Hopfengeruch, der leicht grasig und süßlich ist.
Der Antrunk ist mir persönlich etwas dünn geraten und macht einen wässrigen Eindruck. Glücklicherweise hält sich das Bier damit nicht sonderlich lange auf. Es folgt sehr bald ein ausgewogener Körper mit einer kräftig aromatischen Honignote, die neben der Süße auch eine Portion Würzigkeit mitbringt. Definitiv der Beste Teil des Bieres. Ich spreche hier von einem Teil, da das Bier für mich leider keine Einheit bildet. Der Bruch zum sehr gemäßigten Abgang ist mir dafür zu groß. Es fehlt mir für ein IPA deutlich an Bitteraromen. Zudem fehlt mir das trockene Aroma, welches bei sortengleichen Bieren länger im Geschmack bleibt. Hier ebbt es viel zu schnell ab. In Summe ein grundsolides Bier, welches meiner Meinung nach zu wenig Kohlensäure besitzt und dadurch in Kombination mit den nicht ganz zur Geltung kommenden Aromen im Ganzen zu dünn ist. Das Etikett macht sich aber sehr gut in jeder Bierflaschen-Vitrine.

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Cannonball


American IPA
330 ml
7,4 % vol.

Heute steht ein Bier der britischen Brauerei Magic Rock Brewing vor mir. Es handelt sich um ein American IPA, welches mit sechs verschiedenen Hopfensorten (Columbus , Magnum, Amarillo, Citra , Simcoe , Centennial) und drei Malzsorten (Golden Promise, Sauermalz, Extra Pale) gebraut wird. Es wurden also ordentlich Zutaten in die kleine Dose gepackt. Schauen wir uns mal an, ob diese auch so wieder rauskommen.
Auf der grün gefärbten Dose sind viele kleine Figuren zu erkennen, die sich aus einer Abhebung von hell und dunkelgrün ergeben. Kein zu aufdringliches Design, welches aber dennoch zu einer genaueren Betrachtung der Dose verleitet. Gefällt mir sehr gut.
Im Glas erstreckt sich eine Flüssigkeit mit einer kräftig orangen Farbe und leichter Trübung. Das Einschenken löst starke Schaumbildung aus. Dieser baut jedoch recht schnell ab und hinterlässt lediglich einen dünnen Teppich auf der Oberfläche. Dafür verantwortlich, dass man dies aber eigentlich gar nicht wahrnimmt, ist der Geruch. Wie eine Kanonenkugel schlägt dieser in der Nase ein und macht sofort klar, dass in der Dose nichts an Aromen verloren ging. Es riecht nach Zitrus- und Tropenfrüchten, gepaart mit leicht malzig, würzigen Komponenten. Wahnsinn!
Der Antrunk holt mich dann zunächst wieder auf den Boden der Realität. Für meinen Geschmack ist dieser noch etwas zu dünn und zu wenig karbonisiert. Doch es war lediglich die Zündung für den starken Körper des Bieres. Relativ schnell macht sich zunächst leichte Süße breit, um dann zu bestätigen was der Geruch bereits angedeutet hat. Frucht pur, diesmal etwas mehr vermischt mit herb-würzigen Aromen. Zudem erinnert mich der Geschmack teilweise an einen kräftigen Honig. Ab hier gefällt mir die leichte Perlung des Bieres auch besser als im Antrunk, da so genügend Platz für die wirklich zahlreich vertretenden Aromen bleibt. Wie es sich für diesen Bierstil gehört, ist der Abgang ordentlich trocken, dabei geschmacklich aber immer noch auf höchstem Niveau. Noch lange nach dem Durchlaufen der Kehle bleibt dieses Bier mit seinem Aromen im Mundraum. Falls ihr diesem Bier mal begegnet, kauft es euch und nehmt euch die Zeit es zu genießen. Denn dafür wurde es gemacht, und es lohnt sich definitiv!