Orca Brau Bierpaket

Es ist schon einige Monate her, dass ich über ein Gewinnspiel bei Facebook auf diese kleine Brauerei aus Nürnberg aufmerksam geworden bin. Trotz nicht erfolgreicher Teilnahme habe ich mich daraufhin entschieden das
Paket zu bestellen und habes nicht bereut.

Über die Brauerei und seinen Gründer Felix vom Endt haben schon zahlreiche Seiten berichtet, sodass ich an dieser Stelle nur auf die entsprechenden Seiten verweise:
https://www.hopfenhelden.de/orca-brau
http://www.bier-entdecken.de/felix-vom-endt-von-orca-brau/
https://craftbeer-revolution.de/specials/bierland-franken-interview-mit-felix-vom-endt
und natürlich auf der noch etwas spartanischen Homepage: 

Kommen wir nun aber zu den Bieren aus dem Paket. Teilweise wurden diese als Neuauflage von älteren Varianten gebraut, teilweise sind es komplett Neue und teilweise sind diese auch schon gar nicht mehr zu bekommen.

 


anders! (Hopfengestopft mit Colombus,Citra und Mosaic)
Double Pale Ale
6,3 % vol.
Sehr schönes Landschaftspanorama als Etikettenbild, halt einfach mal anders! Unter dem Namen wurden bereits mehrere Biere gebraut und immer wieder wurde mit verschiedenen Hopfensorten experimentiert. Der sehr fruchtige Citra Hopfen spielt in diesem Fall sehr gut mit dem ebenfalls fruchtigen Mosaic. Wahnsinnige Hopfenbombe, sowohl im Geruch als auch im Geschmack. Ein hoch auf das Hopfenstopfen! Im Geschmack paart sich noch etwas süßliches Malz dazu. Im Verhältnis zum Aroma kaum bitter. Klasse Bier von dem man leicht ein paar mehr trinken könnte.


Road Sip (Hopfengestopft mit Simcoe)
American IPA
6,5 % vol.
Ebenfalls ein Landschaftsbild als Etikettendesign. Passend zum Namen an einem Straßenrand aufgenommen. Und auch wie das anders! wurde dieses Bier hopfengestopft und das schmeckt man auch. Fruchtig-bitter wirkt dieses Bier im Geschmack sehr harmonisch. Hinzu kommt eine kräftige Malzsüße. Das Etikett spricht hierbei von Harz und Wald. Sehr ausgewogen karbonisiert,lässt sich dieses Bier sehr gut trinken. In meinen Augen ein sehr einsteigerfreundliches IPA mit gutem Geschmack.


rot (mit Mosaic, Simcoe und Hallertauer Blanc)
Red Ale
5,6 % vol.
Als Etikettendesign wurde eine Straßenkarte gewählt, die ich leider örtlich nicht eindeutig zuordnen kann und vielleicht einfach so auch nicht existiert. Es ist unteranderem die Wall Street zu erkennen. Welchen Bezug New York zu diesem Bier hat, könnte ich dann aber auch nicht sagen. Die Farbe vom Bier erinnert an Kastanien, sogar noch eine Nuance rötlicher. Der Namen verspricht also nicht zuviel. Im Geschmack ordentlich sauer-fruchtig, nach roten Beeren. Für mich persönlich sogar ein Stück zu sauer. Vor allem beim ersten Schluck ist man stark verwirrt, danach muss man aber gestehen, dass es doch recht gut schmeckt. Kann ich mir sehr gut bei sommerlichen Temperaturen vorstellen.


brüno
Brown Saison
6,5 % vol.
Diese Bier wird auf französischen und amerikanischen Eichenholzchips gelagert und darf daher offiziell auch nicht Bier sondern nur alkoholhaltiges Malzgetränk genannt werden. Das Reinheitsgebot lässt grüßen. Das Bier hat
eine hellbraune, klare Farbe und kommt mit einer sauren olfaktorischen Note daher. Erinnert etwas an frisches, nasses Holz. Es hat eine sehr feine und besonderes langlebige Schaumkrone. Mit seinem Geschmack irgendwo zwischen Kaffee, Bourbon und Vanille und der dazupassenden Säuerlichkeit von Trauben erinnert es an einen Barley Wine.


light’s are on but nobodys home (mit Chinook und Athanum)
American Oatmeal Stout
5,5% vol.
Auf einem dunklen Etikett das lediglich eine Hängelampe zum Vorschein gibt, weißt eine Fußnote auf den Namen dieses Bieres hin. Wie ich finde eine sehr originelle Idee. Dieses fast opake Bier mit schwarzer Färbung und hellbrauner, massiver Schaumkrone ist im Antrunk überraschend leicht und besticht durch eine leicht süße Note. Nach und nach wird es kräftiger bis es schließlich in einem massivröstig-schokoladigen Abgang mündet.


room 237
Tomato spiced beer (Basis: Brown Ale)
6,0%
Ein Bier auf Brown Ale Basis mit zahlreichen, ungewöhnlichen Zutaten wie Tomatenpüree, Chipotles Chili, Kampotpfeffer und Salz. Die Bloody Mary unter den Bieren? Zuständig für dieses Experiment sind neben Orca Brau die Freigeist Bierkultur und Pirate Brew LINK!. Benannt ist es nach dem Zimmer der zwei Zwillinge aus dem Buch bzw. derdazugehörigen Verfilmung The Shining von Stephen King bzw. Stanley Kubrick. Passenderweise finden sich zahlreiche Szenen aus dem Film auf dem Flaschenetikett wieder. Vom Geruch her enttäuscht das Bier. Hier ist quasi nichts wahrzunehmen. Eine hellbraune, trübe Flüssigkeit mit dünner Schaumkrone erstreckt sich im Glas. Der Antrunk ist sehr süß und tomatig. Der Geschmack entwickelt sich nach und nach in Richtung überreifer Tomaten bis hin zum Abgang der mit einer Pfeffernote versehen ist. In Summe schmeckt das Bier wie eine gut gewürzte Tomatensuppe. Mal ganz interessant aber meiner Meinung nach nichts was man unbedingt braucht.

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